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Wo sollten Rauchmelder platziert werden?

Rauchmelder sind vorbeugender Brandschutz. Damit sie Leben retten können, müssen sie richtig installiert sein. Alle Tipps zu Montage und Wartung der Geräte im Überblick.

Jede Sekunde zählt!
Rauchmelder können Leben retten. Tatsache ist, dass über 90 Prozent der Toten bei Bränden nicht direkt in den Flammen umkommen, sondern am Brandrauch ersticken. Die Brandgase breiten sich schon lange vor den Flammen aus und werden – entgegen der landläufigen Meinung – vom Schlafenden nicht wahrgenommen. Denn der Geruchssinn schläft mit. Das im Brandrauch enthaltene Kohlenmonoxid ist geruchlos und gelangt über die Atmung schnell in den Blutkreislauf. Es sättigt die roten Blutkörper, sodass diese keinen Sauerstoff mehr aufnehmen können und der Erstickungstod eintritt. Daher zählt jede Sekunde!

Rauchmelder per Gesetz vorgeschrieben
In Ländern wie Großbritannien, Irland, Norwegen, Schweden und Kanada besteht bereits eine Ausstattungspflicht. Sie hat die Anzahl der Brandtoten bis zu 50 Prozent reduziert. Im internationalen Vergleich steht Deutschland, in dem keine bundesweite Regelung zum Einsatz von Rauchwarnmelder existiert, nur mittelmäßig da. Stattdessen regeln die einzelnen Bundesländer in ihren Bauordnungen die Installation der Feuermelder. In dreizehn Bundesländern wie Mecklenburg und Hessen sind sie in privaten Wohnräumen bereits Pflicht. Ob dabei batteriebetriebene Geräte oder Rauchmelder mit Netzanschluss zum Einsatz kommen, liegt in der Entscheidung des Vermieters bzw. Hauseigentümers.

Optimale Montage für maximalen Schutz
Die Feuerwehr plädiert dafür, jeden Wohnraum durch einen Rauchwarnmelder überwachen zu lassen. Das gilt auch für Keller, Dachboden, Flur und Treppenhaus. In Küche und Bad helfen konventionelle Brandmelder wenig. Hier entstehen häufig Dampf und Rauch, sodass Fehlalarm ausgelöst werden kann. Spezielle Geräte wie Wärmemelder oder Kohlenmonoxid-Melder schaffen aber auch in diesem Räumen Sicherheit vor den Brandgasen.

Um den vollen Funktionsumfang des Rauchmelders zu gewährleisten, sollten Sie:
- das Gerät nie an der Wand, sondern immer an der Zimmerdecke montieren. Denn Rauch steigt nach oben.
- eine Stelle in der Mitte der Decke wählen bzw. einen Mindestabstand von 50 cm zu den Wänden einhalten.
- auf eine waagerechte Montage-Position achten. Das gilt auch für Dachschrägen.
- Plätze für die Montage meiden, die starker Zugluft ausgesetzt sind oder sich in der Nähe von Luftschächten befinden.
- nur geprüfte und zertifizierte Geräte kaufen. Bei der örtlichen Feuerwehr oder im Fachhandel können Sie sich dazu beraten lassen.

Tipps zu Wartung und Inspektion
Der Wartungsaufwand für Rauchmelder ist gering. Eine regelmäßige, z. B. halbjährliche, Kontrolle der Batterien und des Netzanschlusses erfordert nur wenig Aufwand. Dafür einfach den Testknopf drücken. Wenn kein Signalton ertönt, ist das Gerät defekt. Zusätzlich ist eine Sichtprüfung des Geräts sinnvoll. Am Rauchmelder befindet sich eine kleine Anzeigenleuchte, die regelmäßig blinkt. Tut sie dies nicht, liegt eine Störung vor. Gelegentliches Abstauben des Rauchmelders hält die Eintrittsöffnung für den Rauch frei und funktionsfähig. Wer nicht selbst die Leiter erklimmen will, kann eine Firma mit der Wartung sowie der jährlich vorgeschriebenen Funktions- und Sichtprüfung beauftragen. Diese kontrolliert auch den korrekten Montageort und tauscht gegebenenfalls die Batterien aus.

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